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Lernzeitbetreuung ab Montag, den 18.09., Raum 437, Mo/Di/Do 7.Stunde, Mi 6.Stunde

Wintersporttag 2014

Voltigieren

Voltigieren. Was ist das eigentlich? Genau diese Frage haben wir uns gestellt. Es ist halb Neun und wir befinden uns in der Reithalle des Reit- und Fahrvereins in Holzgerlingen. Wir, das sind sechs Mädchen und zwei Jungen unserer Schule unter der Betreuung von Frau Butterbrodt und Frau Vohl. Der Grund für unseren Ausflug ist der Wintersporttag, der einmal im Jahr stattfindet. Eines seiner Projekte: Voltigieren.

Es ist kalt in dem kleinen Nebenraum der Reithalle. Lisa Renz, Christa Mauck-Kuder, Karin Kopp und Silke Ederer vom Verein sind inzwischen dazu gekommen und heißen uns willkommen. Doch jetzt heißt es erst einmal Theorie pauken. ‚Woher kommen die Pferde?‘ ‚Was mag ein Pferd, was nicht?‘ ‚Wie ist ein Pferd aufgebaut?‘

Nach einer knappen halben Stunde - inzwischen kann es keiner mehr erwarten, treffen wir schließlich auf das erste Pferd! Nun gilt es das Gelernte am Pferd anzuwenden. Nach einem ersten Anfassen, werden schließlich die verschiedenen Knochen und Wirbel betastet. Was für ein Erlebnis! Alle brennen bereits schon auf ihr Pferd, auf dem sie später reiten

werden - oder besser gesagt, turnen. Denn das ist das Voltigieren. Kunststücke auf einem Pferd zeigen. Wir ahnen noch gar nicht was auf uns zukommt. Nach kurzer Aufwärmphase, werden die Pferde ausgesucht und zugeteilt. Vor allem meines ist ein schönes braunes Exemplar, welches auf den Namen ‚Legolas‘ hört. Nach der Reihe werden die Hufe und das Fell geputzt. Immer unter der Anleitung einer der Betreuerinnen, die uns die verschiedenen Techniken zeigen und sie uns dann selbst ausführen lassen. Der Puls steigt, schließlich sind nicht alle mit Pferden vertraut. Doch es ist alles gut - langsam wächst das Vertrauen zu den großen vierhufigen Tieren, welche nach dem Put

zen massiert werden. Was für ein Luxus für die Tiere! Es ist elf, als wir uns schließlich ans „Werk“ machen. Während manche zuerst reiten, beginnen andere gleich mit dem Voltigieren. Zuerst wird der Aufstieg geübt, welcher vor allem bei den Jungs hervorragend gelingt, dann geht es erst so richtig los. Das erste „Kunststück“ wird im Schritt geübt: freihändig, ohne Sattel, auf dem Pferd sitzend. Alle Beteiligten klatschen, als es dem Ersten gelingt. Doch es wird schwieriger. Zuerst auf das Pferd knien, dann ein Bein ausstrecken: die Fahne, wie die Reiter sagen. Und so vergeht die Zeit. Das Tempo steigt, allerdings für mich nicht höher als Trab. Auch die Übungen werden schwieriger, Handstände und Saltos bleiben allerdings noch Wunschvorstellungen - zumindest für uns.

Es ist halb eins, als es schließlich heißt Abschied zu nehmen. Wir bedanken uns bei den Betreuerinnen vom Verein und verabschieden uns in einer letzten Runde. Bei allen Beteiligten wird dieser Ausflug noch eine Weile in Erinnerung bleiben.

Und es bleibt nur eines zu sagen. Respekt vor dem Voltigieren!

(Gianluca Rekers, 9e)