Skip to main content (Press Enter)

Schule als Staat 2019 Infos bitte unten den Link "Schimmerland" klicken (Weiterleitung!)

Alpenagenten on tour

13 Schüler und Schülerinnen, zwei Lehrer und 15 Fahrräder - alle haben dasselbe Ziel: Den Alpencross 2019. Am 29. Juni wird es ernst und wir starten unseren 400 Kilometer langen Trip über das größte Gebirge Europas. In der Vorbereitung schreckten wir vor nichts zurück. Schnee, Regen, Kälte, Fahrradpannen und Stürze konnten uns bei unseren Trainingsfahrten nicht davon abhalten eine optimale Grundlage für die auf uns zukommenden 9000 Höhenmeter zu schaffen. Während T.Lemmer die Gruppe sicher und zielstrebig jeden noch so anspruchsvollen Trail herunterführte, sorgte H.Börschig hinten für Sicherheit und motivierte gekonnt schwächelnde Radfahrer. Bei jeder Trainingsfahrt stand der Spaß im Vordergrund, den wir auf jeden Fall halten. Jedoch bereiteten wir nicht nur unsere Muskeln auf die anstrengende Tour, die uns von Oberstdorf nach Riva am Gardasee führen wird, vor. Auch unsere Köpfe wurden durch Präsentationen über Gefahren in den Alpen, Kulturräume entlang unserer Tour, sportliche Grundlagen und viele andere interessante Themen auf die Tour eingestellt. Zudem konnten wir bei einem Werkstattkurs bei Bikemax in Sindelfingen wertvolle Fachkenntnisse über unsere Bikes sammeln. An dieser Stelle nochmal ein riesiges Dankeschön an Bikemax! Sehr gefreut haben wir uns auch über die Unterstützung von Gonso, die uns mit einem Schal und einer Trinkflasche für jeden Teilnehmer zwei absolute Must-Haves eines jeden Radfahrers zur Verfügung gestellt haben. Danke dafür, Gonso! Ein weiterer unglaublicher Sponsor ist die Genoba in Weil im Schönbuch, die uns mit einer großzügigen Geldspende zur Unterstützung unseres Projekts sehr geholfen hat! Vielen Dank! Trotz der vorhergesagten Höchsttemperaturen von über 30 Grad  ist die Vorfreude nach der bestandenen Generalprobe am vergangenen Montag bei jedem Einzelnen riesig.

Viele Grüße von den Alpenagenten!

Erster Tag

Voller Elan und Tatendrang erlebten wir zunächst eine lustige und erlebnisreiche Bahnfahrt bis ins schöne Sonthofen, wo die diesjährige Tour de Alpes starten soll. Da unsere Bikes bereits bereitstehen, können wir auch sofort starten und kommen bei perfekten Wetterbedingungen gleich beim ersten Anstieg, dem Oberjochpass, ordentlich ins Schwitzen. Schweißgebadet geht es weiter über das Tannheimer Tal ins Lechtal, wo wir die hungrigen Gemüter bei einer Vesper- und Badepause am Baggersee zum Glück beruhigen können. Auch die Jungs lassen es sich nicht nehmen, mit ihren durchtrainierten Astralkörpern vor der Kamera zu posieren. Frisch gestärkt geht es weiter zum landschaftlich wunderschönen, jedoch im Vorfeld von den Alpenagenten schwer gefürchteten „letzten Anstieg zur Pension“. Die Strecke hat es in sich - jedoch nicht für jeden: T. Lemmer jagt seinen Drahtesel zunächst gekonnt die Straße hinauf, um schließlich ohne jegliche Anzeichen von Muskelschmerzen bei der Pension in Boden einzutreffen. Nachdem alle angekommen sind, darf vor dem leckeren Abendessen auch eine zweite Abkühlung, diesmal im Pool, nicht fehlen. Den Abend lässt die Gruppe noch bei einer guten alten Runde Tischtennis ausklingen. Nun braucht jeder seinen Schönheitsschlaf, um morgen wieder in alter Frische voll angreifen zu können! Viele Grüße von den Alpenagenten!

 

 

 

 

 

Zweiter Tag

Gestärkt durch ein leckeres Frühstück geht es weiter. Wir erklimmen nach stundenlangem Bergauffahren endlich den Gipfel des Berges und genießen nach einer kurzen Pause die schöne Fahrt ins Tal nach Imst, wo wir unser Vesper für den Tag einkaufen. Der nächste Anstieg hat es in sich : 900 Höhenmeter, die nicht spurlos an jedem vorübergehen: Harry B. fühlt sich oben angekommen leicht müde und verspürt Muskelschmerzen. Da ist er jedoch nicht der einzige; alle Alpenagenten stoßen an körperliche Grenzen, die uns jedoch nicht die Laune verderben können. Bis in die Pension nach Pfunds fahren die Bikes wie von alleine und dort angekommen sind alle begeistert von der Unterkunft. Das Abendessen ist sehr lecker und danach sitzen wir noch in einer geselligen Runde zusammen. Der harte Anstieg ist vergessen und wir freuen uns alle auf morgen! Viele Grüße von den Alpenagenten!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dritter Tag

Gestärkt durch das Frühstück starten wir in den Tag. Unsere Tour führt uns zunächst nach Nauders, wo jeder erst einmal vor einem "Dilemmer" steht: Riskiert man schmerzende Muskeln, fährt 500 Höhenmeter mehr und genießt dafür die blendende Aussicht oder entspannt man sich mit H. Börschig am Mpreis und schont sich für den morgigen Tag? Die Alpenagenten teilen sich also auf und treffen sich am durchaus kalten Reschensee wieder, wo trotzdem gebadet wird. Von einem kleinen Regenschauer lassen wir uns nicht aufhalten und finden schließlich zu unserer Pension in Schlanders. Mit Busfahrer Michi geht es später noch zum Essen ins Dorf, wo wir einen weiteren lustigen Abend verbringen. Wieder zurück an der Pension finden wir uns noch auf dem Balkon zu einem kurzen Sit-in zusammen. Obwohl das Hinterteil langsam ziemlich schmerzt, freuen wir uns auf morgen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vierter Tag

Ein Lob für die Gruppe vom Gastgeber verdrängt schon früh morgens alle Sorgenfalten aus T. Lemmers Gesicht. Die anspruchsvollste Etappe unserer Tour kann beginnen! Ein schöner Trail zu Beginn, Kilometer machen auf dem Radweg, alles wunderschön! Doch nichts toppt die Pause vor dem ca. 1200 Meter schweren Gampenpass, dessen Überwindung unmittelbar bevorsteht, da sie die notwendige Entlastung für das Hinterteil eines jeden Alpenagenten bringt. Gestärkt starten wir also den 18 km langen Anstieg. Von einem Gewitter lassen wir uns nicht aufhalten und als nach ungefähr 2 Stunden die ersten oben eintreffen, ist die Freude groß und die Sonne kommt sogar wieder raus. Lässig lassen wir unser Rad noch runter nach St. Felix rollen, wo wir zu Abend essen und unseren brennenden Muskeln Zeit zur Regeneration geben. Morgen gehts weiter!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fünfter Tag

Der vorletzte Tag beginnt mit dem Aufstehen, was langsam zur Routine wird. Frühstücken, Zähne putzen, Kette ölen, Brille auf und ab geht die Fahrt. Zunächst heizen wir die wenig befahrene Straße mit 50 Sachen runter, bis uns eine Art Urwald abrupt stoppt. Hier geht es, wie uns ein paar Wanderer mitteilen, offensichtlich nicht weiter. Wir denken uns „wer sein Fahrrad liebt, der schiebt“ und bugsieren unsere Bikes wieder den steilen Hang hinauf. Wir lassen uns nicht unterkriegen, auch nicht von dem Pass, den wir im Anschluss bewältigen. Oben angekommen fängt es heftig an zu donnern und zu blitzen. Das Gewitter können wir jedoch schnell vertreiben und wir kommen sicher in Molveno an, wo einige Alpenagenten damit beginnen, den Supermarkt zu plündern - es ist immerhin schon halb 4! Bis zu unserer Unterkunft in Padergnone am See schaffen wir es irgendwie noch. Trotz der spürbaren 100 km, die wir heute gefahren sind, darf eine Pizza am Abend nicht fehlen. Das Programm für morgen ist noch nicht ganz sicher, wir bewahren uns unsere Flexibilität und hoffen auf gutes Wetter, wenn wir nach 6 anstrengenden Tagen am Gardasee eintreffen werden! Viele Grüße aus Italien!

 

 

 

 

 

 

 

Sechster Tag (Heute 04.07.2019) - Geschafft! Alle da!! Ziel Gardasee erreicht!!!

Auch heute fahren wir früh los und kommen um die Mittagszeit in Arco, dem Kletterparadies schlechthin am Gardasee, an. Hier beschließt ein Teil der Gruppe noch einen Klettersteig zu machen, der uns wieder zurück nach Drenta führt, sodass aus ursprünglich 30 geplanten Kilometern doch noch 50 werden. Der Klettersteig ist es jedoch wert! Umgeben von Felswänden und Abgründen klettern wir eine sehenswerte Schlucht entlang und jeder hat seinen Spaß. Nach dem Klettersteig geht es dann Richtung Hotel in Varone, wo wir wieder auf den anderen Teil der Gruppe treffen, der in der Zwischenzeit am Gardasee entspannt hat. Gemeinsam checken wir ein und gehen anschließend nochmal zum See, wo wir den in jeder Hinsicht gelungenen und bestandenen Alpencross 2019 feiern und uns trotz Regen auch nochmal abkühlen!

Nachbericht

Auch jetzt, zwei Tage nach der 8 stündigen Zugfahrt von Rovereto nach Stuttgart, ist unser Alpencross noch in aller Munde. Häufig wird man angesprochen, wie es denn war und jedes Mal ist die Antwort die selbe: Einfach nur geil! Von Tag eins an hat sich die Gruppe gut verstanden und man kann guten Gewissens sagen, dass wir ein echtes Team geworden sind, wo sich jeder auf jeden verlassen kann, was bei einer Outdoorsportart wie Mountainbiken unverzichtbar ist. Die wenigen Stürze und die Tatsache, dass sich niemand verletzt hat, lässt uns alle, besonders unsere zwei tollen Lehrer, aufatmen. Wirklich erste Klasse war auch die Stimmung innerhalb der Gruppe; so viel gelacht wie in dieser Woche haben wir selten. Die Erinnerungen an das tolle Erlebnis, was sicherlich einzigartig war, zaubern den Alpenagenten jedoch immer noch ein Lächeln aufs Gesicht. Ein großes Dankeschön gilt natürlich den beiden Chefagenten Herr Lemmer und Herr Börschig, die diesen Seminarkurs möglich machten! Vielen Dank! Beste Grüße von den Alpenagenten