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Studienfahrt Segeln 2019

Am Sonntagmorgen hieß es für Frau Lathouris, Herrn Musil und 19 SchülerInnen auf zum Böblinger Bahnhof (Treffpunkt 9.10 Uhr). Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass bereits die Hinfahrt zum Segeln ein kleines Abenteuer mit sich bringen würde. Nach mehr als 13 Stunden Fahrt, inklusive knappen 2 Stunden Verspätung, 7 Zügen und ein paar weiteren verpassten Zügen erreichten wir gegen 21.45 Uhr endlich unser Segelschiff „Hollandia“, auf dem uns unser Skipper bereits erwartete, um uns die nächste Hiobsbotschaft mitzuteilen. Das Segelschiff hatte einen Motorschaden. Wir dachten: „Oh nein, wir kommen nie mehr aus Harlingen weg.“

Dieses Problem wurde am nächsten Morgen schnell behoben und unsere Reise konnte beginnen. Bevor wir in Harlingen aufbrachen, erklärte uns unsere Matrosin Zoe noch die wichtigsten Knoten und Kommandos, die wir auf Deck brauchen würden. Da unser Einkaufsteam am Morgen genügend Proviant besorgt hatte, stand der Idee, auf offener See zu nächtigen, nichts mehr im Wege und wir ankerten inmitten des „Waddenzees“. Bereits an diesem Abend bildete sich ein Kochteam, was die gesamte Mannschaft mit Ingwertee, Mittagssnacks und Abendessen versorgte. Am Dienstag steuerten wir unser erstes Ziel an. Die Fahrt dorthin brachte, wie hätte es anders sein können, wieder die eine oder andere Überraschung mit sich. Starker Wind und hohe Wellen erschwerten das Segeln, aber mit vereinten Kräften meisterten wir auch diese Hürden. Komplett durchnässt und erschöpft, kamen wir dann gegen 16 Uhr in Ammeland an. Dort mieteten wir uns Tandemfahrräder, um das kleine Inselchen zu erkunden. Einige der SchülerInnen entschieden sich die Nacht, genauso wie Herr Musil, welcher aus Platzgründen in einem Zelt an Deck der Hollandia schlief, ebenfalls an Deck zu schlafen.

Unsere weitere Reise führte uns über Terschelling weiter bis nach Makkum. Hierfür mussten wir durch eine Schleuse auf das Ijselmeer. Gesegelt wurde am Donnerstag leider nicht sehr viel, da kaum Wind ging. Jedoch gab uns dies die ersehnte Möglichkeit das tolle Wetter und die Sonne zu genießen. Von Deck sprangen wir in das doch recht kalte Wasser, um uns ein wenig abzukühlen. Zu unserer großen Freude bekamen wir nun endlich Robben auf den Sandbänken zu Gesicht. Nach den letzten Referaten, die Teil der Studienfahrt waren, ließen wir unseren letzten Abend mit viel Tee, Gelächter und guter Musik gemütlich ausklingen. Am Freitag in der Früh brachen wir nach Harlingen auf. Nachdem wir auf unserer Rückfahrt sogar noch unseren Freunden aus der Studienfahrt nach Amsterdam begegneten, wurden unsere Träume, dass die Rückfahrt zurück nach Böblingen nicht so holprig wie die Hinfahrt wird, erhört und wir erreichten unseren Zielbahnhof sogar eine halbe Stunde früher als geplant.

Bente Rautenstrauch JS2