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We "rent an American"

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama ist unser absoluter Favorit für die Wahlen am 04. November 2008 in den USA. Aber warum steht auch der republikanische Kandidat John McCain bei den US Bürgern gleichermaßen hoch im Kurs? Diese Frage beschäftigt seit Wochen intensiv den Englischunterricht in der Mittel- und Oberstufe unserer Schule. Deshalb fanden am Donnerstag, den 23. Oktober 2008 unter dem Motto Let’s talk about the US Presidential Elections 2008 Diskussionsrunden mit amerikanischen Austauschstudenten der Universität Tübingen statt.

„Rent an American. Die USA zu Gast in deutschen Klassenzimmern“ ist ein Programm des Deutsch-Amerikanischen Instituts Tübingen zur Förderung der interkulturellen Bildung. Es vermittelt Gaststudierende aus den USA für Unterrichtsbesuche an Schulen. Dort berichten sie über die Geschichte und die Kultur ihres Heimatlandes und stellen sich den Fragen der SchülerInnen. Morgan Roberts (sie studiert „International Security/Conflict Resolution“) und Jeffrey Oesau (er studiert „International Relations“) aus Kalifornien ermöglichten mit ihrer Präsentation unseren SchülerInnnen einen spannenden Einblick in den US-Wahlkampf aus der Sicht junger AmerikanerInnen. Denn dieser ist so spannend wie noch nie. Ausgehend von einer amerikanischen Wahlbeteiligung von bisher nur 20 % ist es vor allem beeindruckend, wie Barack Obama nicht nur junge Menschen mobilisiert und begeistert. Er punktet vor allem durch seine innovativen (Internet-)Auftritte z. B. bei MTVs „Rock the Vote“ oder im amerikanischen Pendant zu Studi-VZ. McCain und die Republikaner dagegen stehen bei vielen konservativeren Amerikanern hoch im Kurs; sie wählen diese Partei bereits ihr Leben lang, egal „welcher Kopf vorne steht“. McCain steht in diesen Gesellschaftsgruppen für die überlegene politische Erfahrenheit, während Obama einigen aufgrund seines jungen Alters Angst bereitet. Diese authentischen Berichte boten nicht nur einen spannenden Kommunikationsanlass für die Oberstufe. Vielmehr wurde der Austausch mit den beiden amerikanischen „Native Speakern“ an diesem Tag auch in den Klassen der Mittelstufe zu einem interaktiven Selbstläufer. In Kleingruppen erfuhren die SchülerInnen aus erster Hand Details, Hintergründe und persönliche Erlebnisse und nutzten dabei die einmalige Chance, alle ihre offenen Fragen stellen zu können. "Jetzt verstehe ich endlich die Hintergründe", war der begeisterte Kommentar eines Schülers der 9. Klasse. Nach diesem erfolgreichen Start wird das Programm „Rent an American“ auch in Zukunft den handlungsorientierten Englischunterricht an unserer Schule ergänzen mit dem Ziel, den deutsch-amerikanischen Dialog zu fördern und interkulturelles Verständnis auszubauen. Nähere Informationen unter: www.rentanamerican.de und