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Öffnungszeiten des Sekretariats während der Ferien 27.07.-04.08. und 04.09.-08.09. von 09.30 Uhr bis 12.30 Uhr telefonisch. Zeugnisse, die wegen fehlender Bücher etc. zurückgehalten wurden, können ab Do. 27.07. bis 11.00 Uhr abgeholt werden.

Erste Schritte auf internationalem Parkett

Sieben Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 12 und 13 nahmen am vom 23.-27.April ausgerichteten Planspiel „Model United Nations: Schleswig-Holstein 2009“ in Kiel teil. Die Schüler/innen diskutierten in verschiedenen Gremien der Vereinten Nationen komplexe weltpolitische Themen und verabschiedeten schlagkräftige Resolutionen.

An der im Schleswig-Holsteinischen Landtag ausgetragenen Konferenz nahmen 430 Schüler verschiedener Nationen teil und übten sich in der hohen Kunst der Diplomatie. Die vom Schleswig-Holsteinischen Landtag unterstützte Konferenz fand bereits in der vierten Auflage unter großer Beteiligung statt. Die Teilnehmer debattierten als Delegierte eines Staates oder einer Nichtregierungsorganisation in Gremien der Vereinten Nationen (UN) vorgegebene komplexe Themen. Unterstützt wurden die Holzgerlinger Delegationen durch die Kreissparkasse Böblingen.

Natalie Porsche und Jennifer Ullrich besaßen bereits Erfahrungen der Konferenz „MUN: Baden-Württemberg“ und leiteten die Vorbereitungen der übrigen Teilnehmer Laura Briese, Sarah Eisenhut, Michael Gackstatter, Thomas Gaschna und Melanie Schollenberger im eigens dafür eingerichteten „MUN-AK“. In dem AK und zahlreichen Stunden erarbeiteten sich die Schüler die Positionen ihres jeweiligen Landes. So gingen die „Delegierten“ gut vorbereitet in die Konferenz.

Während der Konferenz war neben der inhaltlichen Vorbereitung diplomatisches Geschick und eine ausgefeilte Verhandlungsstrategie vonnöten, um die Landesposition zu verteidigen und in sog. „Lobbyingphasen“ Unterstützer für den eigenen Resolutionsentwurf zu finden. Dies war aufgrund der auseinanderlaufenden Interessen von Entwicklungsländern und Industriestaaten eine Herausforderung und forderte Zugeständnisse beider Seiten. Die Delegierten waren gefordert, andere Positionen einzunehmen und ein Problem kritisch aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten.

Besonders das Thema „Etablierung einer internationalen Schutzverantwortung“, wie von Melanie Schollenberger und Thomas Gaschna in der Generalversammlung diskutiert wurde, führte zu einer hitzigen Debatte. Dabei wurde die Pflicht der UN, bei Menschenrechts-verletzungen einzugreifen und die Souveränität jedes einzelnen Staates intensiv diskutiert.

Im Wirtschafts- und Sozialrat beschlossen Laura Briese, Sarah Eisenhut und Michael Gackstatter nach insgesamt 15 Stunden Sitzungszeit eine Resolution mit konkreten Maßnahmen zum Kampf gegen den internationalen Drogenhandel. Dieser wurde von einer breiten Mehrheit der Staaten akzeptiert und bietet wirksame Maßnahmen in Produktions-, Transit- und Konsumländern.

Neben der inhaltlichen Vorbereitung waren die formellen Vorgaben neu für die Schüler/innen. Zusätzlich zu einem Dresscode galt es, die geltenden Umgangsformen und Diskussionsregeln der Vereinten Nationen einzuhalten. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit gelang dies jedoch allen problemlos.